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A-LLL Start

Page history last edited by Martin Lindner 2 years, 11 months ago

PROJEKT

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Projekt-Deckname: [bei mir im Kopf heißt das jetzt LEARNERS ANONYMOUS,oder auch A-LLL]

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1. WORUM GEHT ES

Es geht darum, eine web-basierte Selbstlern-Community in Gang setzen. Das sind selbst-organisierende Selbsthilfegruppen von Leuten, die sich gegenseitig etwas beibringen:

Stellen wir uns vor, wie ein Projektmanagement-Seminar abläufen würde, wenn kein Dozent dabei wäre. Wenn die Teilnehmer sich strukturiert austauschen und daraus auch gemeinsam Unterlagen (Templates und ePortfolios) gewinnen. Und stellen wir uns parallel dazu vor, es es ist so etwas wie die Anonymen Alkoholiker, die nun "Anonyme Selbstlerner" sind. oder wie "Toastmasters". Auch ein bisschen wie "Schwarzes Auge"-Gruppen (Rollen und Rollentausch).

 

Dabei folgen sie einer gewissen (losen) Struktur für den Gruppen- und Lernprozess, die vorgegeben ist. Eine Syllabus wie bei Rheingolds "Soicial Media Classroom", oder eine Art Zeitplan, an dem man sich gemeinsam orientiert, Checklisten, aus denen man sieht, ob eine Phase "abgeschlossen" ist.

 

Dazu benutzen sie eine (lose) Software-Infrastruktur, die zugleich ihr "Persönliches Lern-Ökosystem" darstellt und in einem"ePortfolio" mündet. Und es gibt eine Art Meta-Seite online, die die verstreuten Materialien aller gruppen erschließt und bündelt (Blogs, Wikis, Bookmarking, Ning-Gruppe usw.). Sozusagen eine Art "Pirate Bay" für lebenslanges Selbst-Lernen.

 

Die "Zentrale" verwaltet auch einen Themenkatalog mit bereits vorgeschlagenen Themen, die die richtige Konkretheit und auch Unschärfe für so ein Projekt haben . Zusätzlich können Leute auch auf eigene Faust die Struktur benutzen, dabei Themen oder auch best Practices entwickeln ("außerhalb", aber verlinkt zur zentralen Initiative).

 

Das wäre idealer Weise ein "Blended"-System: Man beginnt mit einem Wochenende in einem kleinen regionalen Tagungshotel auf dem Land. (Man könnte dazu auch einen Coach buchen, wenn man will.) Dann beginnt die Online-Phase, für die insbesondere der gemeinsame Zeitrahmen wichtig sein wird. Am Ende könnte es wieder ein Wochenend-Meet-up geben, wo alle zeigen, was sie gelernt haben. Ein solches Selbstlern-Seminar dauert vielleicht 6 Monate.

 

Wieder auf ausdrücklichen Wunsch auch mit einer "Prüferin", die sich die ePortfolios und gemeinsam erarbeiteten Unterlagen ansieht und dazu evtl. noch eine mündlich-individuelle Leistung bewertet. (Das kann man sich dann so vorstellen, wie bei einem Wochenende einer Stipendien-Organisation a la "Studienstiftung". Aber sehr entspannt, nicht mit "Prüfungs"-Atmosphäre: "weiche" Zertifizierung, auf Portfolio-Basis.)

 

Aufbauend auf dieser Struktur kann es auch Themengruppen mit Bescheinigung geben: Die gehen dann von einem gemeinsamen Thema aus (z.B. eben: Projektmanagement). Hier könnte es jemand geben, der bestimmte inhaltliche Ziele setzt und am Ende die Einhaltung der Lernziele bescheinigt. Das wäre idealer Weise an irgendeine renommierte Institution angelehnt. (Sagen wir: sowas wie die Weiterbildungsakademie Baden-Württemberg, weil ich gerade mit einer leitenden Frau dort gesprochen habe. Das könnte aber auch eine Universität sein.)

 

Überhaupt wäre es gut, angesehene und möglichst regionale Institutionen als Partner zu gewinnen, die sozusagen ihren "Brand" hergeben und als Kristallisationspunkt dienen. Man kann dann solche Gruppen auch aktiv anstoßen (z.B. Initiative der regionalen Handwerkskammer oder sowas) und eventuell gg. Fee auch coachen/betreuen/weich zertifizieren.

 

2. BUSINESS-MODELL

Es gibt eine Art Basis-Fee (Eintrittsgebühr -- gibts da ein Vorbild/Beispiel?), die auch dafür sorgt, dass die Leute sich selbst gegenüber verpflichten. (Man könnte dazu aber auch so was wie "Stipendien" vorsehen?) Für diese Gebühr gibt es dann was genau? (Speziellere Templates für Kurse? Zentrale Anmeldung/Registrierung, d.h. die "Clubmitgliedschaft"? So wasähnliches gibts bei der Weiterbildungsakademie BW in regionalen Gruppen!)

Gruppen können sich themenbezogenes oder auch prozessbezogenes Coaching dazu mieten, wenn sie wollen: Etwa für die Wochenend-MeetUps, für die "Zertifizierung", oder auch für Online-"Events" zwischendurch, die das Ganze dann katalysatorisch beschleunigen oder wieder auf Kurs bringen, wenn nötig.

 

3. WER, WO, WIE GENAU (in kurz)

Es gibt Leute, die hoch motiviert sind, etwas (selbst) zu lernen, die aber alleine nicht wissen wie das geht. Das Angebot an Schulungen kommt für sie nicht in Frage: wg. Geld, wg."Weiterbildungslüge", weil sie selbst aktiv lernen und das Gelernte gleich in ihr Leben integrieren wollen, usw.

 

Sie brauchen: eine Lern-Community, die sich gegenseitig motiviert. Eine Struktur, die sie für "selbst organisierendes Lernen" benutzen können. An der sie sich orientieren udn festhalten können. Die verhindert, dass sich einzelne und Gruppen verzetteln.

 

Diese Gruppen sind bezogen auf einer größere Region (sagen wir: Berlin. Oberbayern. Würzburg-Umfeld usw.). Das ist im Prinzip unverbindlich, erleichtert aber Meet-Ups. Wenn jemand aus Schleswig-Holstein nach Oberbayer fahren will zum Kick-off, geht das natürlich auch.

 

4. ZIELGRUPPE (ausführlich)

- Leute, von denen etwa die Frau aus BW erzählt: regionale Weiterbilder aus Wirtschaftskontext, ehrgeizig, aber keine Zeit oder keine Lust für "akademische" Uni-Kurse und/oder teure Privat-Seminare.

 

- Leute aus dem Uni-Umfeld, die Praxis und auch Anschluss an virtuelle Wissensarbeiter-Praktiken wollen. Die das Gefühl haben, an der Uni nicht wirklich (alles) das zu lernen, was sie konkret brauchen werden. Sagen wir: "Lightweight Projektmanagement". Das braucht jeder,aber es gibt niemand, der das vernünftig anbietet.

 

- Schüler, die Wissensarbeit/Management-Grundbegriffe im "Web" lernen wollen

 

- Kurzarbeiter, Arbeitslose, Leute die Angst haben vor Arbeitslosigkeit: beweisen Eigeninitiative, lernen ein thematisches Feld und den Markt kennen, usw. ((Fällt mir ein, dass Ende letzten Jahres ein 2.0-Konzept für die "Region der Lombardei" mitentworfen habe, das etas Ähnliches wollte.))

 

- am besten 4 beispielhafte User-Szenarios (mit Bild, Namen) erfinden

 

5. MÖGLICHE THEMEN

Möglichst praktische Themen: Da, wo "offizielle Schulungen" besonders wirklichkeitsfern und verschult ausfallen. Wo die Schere zwischen "offizieller Weiterbidl,ung" und tatsächlich nötigen Skillsimer mehr auseinander geht. Am besten mit mehr oder minder direktem Web-Bezug, weil dann Form und Inhalt suggestiv zusammenstimmen. Betonung auf Fähigkeiten/Themen, die eh schon mit "Selbstinitiative" zu tun haben.

 

- "Lightweight Projektmanagement" (Office 2.0/Web)

 

- schon auch GTD oder sowas (das wären dann echte "Selbshilfegruppen", "Messies Anonymous")

 

- "Enterprise 2.0" für KMUs (sozusagen Cloud-Szenarien durchspielen, alle Faktoren kennen, Risiken und Preise, ROI, wie man das in konkreten KMUs anwenden könnte, unetrschiedliche mögliche Ansatzpunkte, wie das die Firmen positiv verändern kann ...)

 

- Start-up: Wie geht sowas? EPUs bis 2.0-Projekte bis Kleinst-Unternehmen. Vom Silicon Valley lernen, im Gegensatz zur deutsch-beamteten "Gründerberatung".

 

- alles mögliche ...

5. MULTIPLIKATION WEB: Site, Netzwerke

 

- Es gibt eine Meta-Website, so etwas wie "School of Everything" oder auch "Toastmasters". Sie ist der Anknüpfungspunkt und verkörpert sozusagen das Projekt.

 

- Online-Partnerschaften: Mit Online-2.0-Seiten (sowas wie Facebook, oder mixxt usw.?)? Social Networks schneeballmäßig nutzen?.

 

6. MULTIPLIKATOREN Menschen, Orte, Ökosysteme, Flyer

 

- Informelle Partnerschaften (Logo-Tausch, Aussendungen) mit eher regionalen oder thematisch speziellen Institutionen? (Die können sowas anstoßen, Info-Veranstaltungen usw. machen, haben dann ein "Weiterbildungskonzept", ...) Das könne auch Fachhochschulen und Uni-Institute sein.

 

- Man müsste mit einem konkreten geeigneten Thema anfangen, und sich dann dafür Partner/Multiplikatoren suchen.

 

- Man könnte mit (guten) Weiterbildungs-Instituten als Partner arbeiten, die den Leuten dann die "offizielle Zertifzierung nach XXX Standard" dazu verkaufen, wenn die das wollen).

 

7. INFRASTRUKTUR

Die Website.

Die Eckpunkte der "Kurs"-Struktur, Syllabus, Checklisten, Meilensteine, Mögliche Aktivitäts-Formen, Rollen, Templates usw. (Kann man dafür ein gefördertes Projekt bekommen? Wo?)

 

8. USER

User-Perspektive: Wie denken die konkret?

 

9. PRAGMATISCHE STORY:

Wie ein "Kurs" in einem Fall wirklich laufen könnte. Als erzählte Geschichte, mit Schwierigkeiten. Wer da mitmacht, wie sie sich dazu entscheiden, welcher Schneeball-Prozess dahintersteckt, wie es läuft.

 

10. NÄCHSTE SCHRITTE (STRATEGIEN)

Es gibt zwei strategische Richtungen, das konkret zu verfolgen. Am besten wäre parallel:

 

(a) Bottom-up: Erst mal so einen prototypischen Kurs irgendwie anstoßen und davon lernen. Für den Beginn möglicherweise bessr "gecoacht". Sich dafür einen Träger/Sponsor suchen. (So billig wie es geht.). Dataus dann das Konzept (alpha-version) konkret ableiten.

 

(b) Top-down: gleichzeitig kann man überlegen, wie das aussehen würde, so etwas als Website/Projekt zu launchen. Da bräuchte man Projektförderung. Im Prinzip müsste es (gerade jetzt) Stellen geben, die einen solchen Piloten irgendwie fördern. Irgendwelche regionalen Institutionen, oder auch W-Ministerium, oder ... Das dauert vermutlich circa ein halbes Jahr, so etwas irgendwo durchzubekommen. Man müsste also gleich anfangen.

 

11. TIMELINE

Meilensteine definieren:

Erst X, dann Y, dann Z

 

12. NEXT ACTIONABLE STEPS

Kleinste nächste konkret machbare Schritte, aus denen sich idealer Weise so etwas wie eine Kettenreaktion ergibt,die zum ersten konkreten Resultat führt.

(Nach dem Muster: Wir machen ganz konkret XXX, um damit ZZZ zu erreichen -- z.B. jemand anrufen, ein Expose an irgendwen schicken und eine Reaktion einholen, bei potenziellen Partnern präsentieren usw. usw.)

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